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Platz 28 im Vergleich

Flint

Recursive · Großbritannien und USA · veröffentlicht 21. Oktober 2026

74 % Gesamtbewertung

Das erste Modell von Recursive, dem Unternehmen von Richard Socher, am 21. Oktober 2026 unter Apache 2.0 erschienen. Es ist für Programmieragenten auf dem eigenen Rechner gebaut: Von 40 Milliarden Parametern rechnen je Token 2,5 Milliarden, in 4 Bit belegt es 23 GB. Recursive meldet über 125 erzeugte Token je Sekunde auf einem MacBook Pro mit M4 Pro. Alle Werte stammen bisher vom Hersteller.

Modell auf Hugging Face ansehen

Bewertung im Detail

Gesamtnote aus 3 gewichteten Dimensionen. Artificial Analysis hat das Modell noch nicht gemessen. Die Leistung beruht auf unserer Schätzung von 7 Punkten auf derselben Skala, abgeleitet aus den Werten des Herstellers mit einem Abschlag für die fehlende Messung. Das stärkste Modell im Vergleich, Kimi K3.1 Pro, hat 46. Wie wir bewerten

Leistung (55 %) 61 %
DSGVO- und EU-Eignung (30 %) 86 %
Lizenz-Offenheit (15 %) 100 %

Fähigkeitsprofil

Wo Flint stark ist, über 6 Säulen auf einer Skala von 0 bis 100. Die gestrichelte Linie ist der Median aller 35 Modelle im Vergleich. Wie die Säulen entstehen

Coding 84* Mathe & Logik 70* Wissen 68* Deutsch 65* Agentik 78* Kontext 74*
Flint Median aller Modelle * redaktionelle Einschätzung (kein belegter Benchmark)
Fähigkeitsprofil von Flint, Werte von 0 bis 100
SäuleWertGrundlage
Programmierung84redaktionelle Einschätzung
Mathematik & Logik70redaktionelle Einschätzung
Wissen68redaktionelle Einschätzung
Deutsch & Sprache65redaktionelle Einschätzung
Agentik & Werkzeuge78redaktionelle Einschätzung
Langer Kontext74redaktionelle Einschätzung
Programmierung · Einschätzung 84
Code schreiben und debuggen, ganze Repositories über viele Schritte bearbeiten
Agentik & Werkzeuge · Einschätzung 78
Werkzeuge selbständig aufrufen und mehrstufige Abläufe steuern
Langer Kontext · Einschätzung 74
nutzbare Leistung über sehr lange Eingaben, nicht nur die Fenstergröße
Mathematik & Logik · Einschätzung 70
mehrstufiges Rechnen und logisches Schließen mit prüfbarer Lösung
Wissen · Einschätzung 68
Fach- und Allgemeinwissen über viele Domänen hinweg
Deutsch & Sprache · Einschätzung 65
Sprachverständnis und Mehrsprachigkeit, mit Blick auf Deutsch

Für keine Säule lag ein vergleichbarer Benchmark vor, alle 6 Werte sind unsere Einschätzung. Wie die Säulen entstehen, steht auf der Übersichtsseite.

Steckbrief

Was offene Gewichte, Parameter, Token, Quantisierung und GGUF bedeuten, erklärt die Übersicht.

Architektur
Mixture-of-Experts
Parameter
40 Mrd. gesamt, 2,5 Mrd. aktiv je Token
Kontextfenster
256K TokenAus der config.json belegt (max_position_embeddings 262.144), Eingabe und Antwort teilen sich das Fenster. Der Blog von Recursive nennt bis zu 512.000 Token und empfiehlt, unter 256.000 zu bleiben. 35 der 49 Schichten sehen nur die letzten 513 Token.
Lizenz
Apache 2.0
Eingabe
Text
Lokaler Betrieb
Eine GPU mit 32 GB (RTX 5090, 4 Bit, 23 GB) oder Mac ab 32 GB, in 3 Bit (19 GB) auch 24 GB
Bei EU-Hostern
SeltenKein EU-Hoster bestätigt. OpenRouter bietet eine kostenlose Fassung an, die laut OpenRouter nicht über das Routing in der EU läuft. Der DSGVO-konforme Betrieb läuft über eigene Hardware

Die Modellkarte nennt 39,8 Mrd. Parameter, davon rund 2,5 Mrd. aktiv je Token samt Ausgabeschicht, ohne sie 2,2 Mrd. Von 49 Schichten sind 2 dicht. In den übrigen 47 wählt das Modell je Token 6 von 256 Experten, dazu kommt ein immer aktiver Experte. Recursive hat Flint von Grund auf trainiert, ohne fremdes Basismodell.

Wo läuft das Modell in der EU

Für dieses Modell ist keiner der Anbieter aus unserer Übersicht der KI-Hoster aus Europa im Steckbrief belegt.

Benchmarks

Die folgenden Werte sind Hersteller-Angaben. Eine unabhängige Messung lag zum Stand dieser Seite nicht vor.

74,2 SWE-bench Verified
54,9 Terminal-Bench 2.1
89,7 SWE-bench Pro v2
80,3 LiveCodeBench v6

Flint ist das erste Modell von Recursive Superintelligence, gegründet von Richard Socher, früher Chefwissenschaftler bei Salesforce und Gründer von You.com. Das Unternehmen sitzt in London und San Francisco und hat im Mai 2026 650 Millionen US-Dollar eingesammelt, unter anderem von GV, Greycroft, NVIDIA und AMD Ventures. Flint ist am 21. Oktober 2026 erschienen und für Programmieragenten auf dem eigenen Rechner gebaut: Es liest Codebasen, behebt Fehler, setzt Funktionen um und schreibt Tests. Nach Angabe von Recursive hat ein eigenes automatisiertes Forschungssystem, die Eureka Machine, an Daten, Trainingsrezept und Architektur mitgearbeitet. Entwickelt wurde das Modell nach Herstellerangabe in unter 4 Monaten, von Grund auf und ohne fremdes Basismodell.

Von 39,8 Milliarden Parametern rechnen je Token rund 2,5 Milliarden. 35 der 49 Schichten sehen nur die letzten 513 Token, nur 14 das ganze Fenster von 262.144 Token. Das hält den Zwischenspeicher für lange Eingaben klein. Recursive meldet 74,2 bei SWE-bench Verified, 54,9 bei Terminal-Bench 2.1 und 89,7 bei SWE-bench Pro v2. Beim Terminal-Bench zählt Recursive Lösungen aus dem Netz als Fehlschlag. Andere Hersteller halten das nach seinem Hinweis nicht unbedingt so. Ob SWE-bench Pro v2 mit den Werten anderer Hersteller für SWE-bench Pro vergleichbar ist, sagt Recursive nicht. Flint soll unter den Mixture-of-Experts-Modellen mit weniger als 50 Milliarden Parametern bei allen 3 Tests vorn liegen. In der Vergleichsgrafik von Recursive stimmt das gegenüber Qwen3.5 und Qwen3.6 mit 35 Milliarden Parametern, bei Terminal-Bench 2.1 etwa mit 54,9 gegenüber 44,9 für Qwen3.6. Das dichte Qwen3.8-27B liegt dort aber in 4 von 6 Tests vorn, bei Terminal-Bench 2.1 mit 73,0 und bei LiveCodeBench v6 mit 90,3 gegenüber 80,3. Bei den beiden Tests zum Befolgen von Anweisungen, IFBench und IFEval, liegt Flint vorn. Artificial Analysis führt das Modell noch nicht. Nach den Werten aus der Grafik läge Flint deutlich über Qwen3.6-35B-A3B und klar unter Qwen3.8-27B. Im Index v4.3.2 von Artificial Analysis wären das etwa 24 Punkte, umgerechnet auf v5 rund 11. Für die fehlende Messung ziehen wir 4 Punkte ab und schätzen Flint mit 7 ein. Für Mathematik, Fachwissen und Deutsch nennt Recursive keine Werte.

Die Gewichte liegen in BF16 mit 80 GB vor, Recursive liefert dazu Fassungen in NVFP4 und INT4 mit 23 bis 26 GB. Laut Recursive liegt die NVFP4-Fassung höchstens 0,7 Punkte unter dem vollen Modell. Damit läuft Flint auf einer Grafikkarte mit 32 GB oder einem Mac ab 32 GB Arbeitsspeicher, in 3 Bit mit 19 GB auch auf 24 GB, über llama.cpp, Ollama, LM Studio, vLLM oder die eigene Laufzeit rec. Recursive meldet über 125 erzeugte Token je Sekunde auf einem MacBook Pro mit M4 Pro und über 150 auf einer RTX Spark mit 64 GB, gemittelt über eine Sitzung mit 128.000 Token und ohne das Einlesen der Eingabe. Die Lizenz ist Apache 2.0. Einen Preis für eine gehostete Schnittstelle nennen Modellkarte und Blog nicht. Bei OpenRouter gibt es das Modell kostenlos, laut OpenRouter aber nicht über das Routing in der EU. Am 21. Oktober 2026 steht es bei keinem Hoster aus unserer Übersicht im Katalog.

Was es gut kann

  • Apache-2.0-Lizenz ohne Umsatzgrenze, Gewichte ohne Zugangssperre auf Hugging Face, dazu 4-Bit-Fassungen vom Hersteller
  • Die 4-Bit-Fassungen von 23 bis 26 GB laufen auf einer Grafikkarte mit 32 GB oder einem Mac ab 32 GB, in 3 Bit mit 19 GB auch auf 24 GB
  • Nach Herstellerangaben über 125 Token je Sekunde auf einem MacBook Pro mit M4 Pro und über 150 auf einer RTX Spark mit 64 GB, gemittelt über eine Sitzung mit 128.000 Token ohne das Einlesen der Eingabe
  • Nach Herstellerangaben 74,2 bei SWE-bench Verified und 54,9 bei Terminal-Bench 2.1, wobei Recursive Lösungen aus dem Netz als Fehlschlag zählt

Wo es hakt

  • Alle Benchmark-Werte stammen vom Hersteller, Artificial Analysis führt das Modell nicht
  • In der eigenen Vergleichsgrafik von Recursive liegt das dichte Qwen3.8-27B in 4 von 6 Tests vorn, etwa bei Terminal-Bench 2.1 mit 73,0 gegenüber 54,9 und bei LiveCodeBench v6 mit 90,3 gegenüber 80,3
  • Ob die 89,7 bei SWE-bench Pro v2 mit den Werten anderer Hersteller für SWE-bench Pro vergleichbar sind, sagt Recursive nicht
  • Versteht nur Text, keine Bilder
  • Flint kann nach Hinweis von Recursive mehr Anleitung brauchen als große geschlossene Modelle. Recursive rät, komplexe Aufgaben in Teilaufgaben zu zerlegen
  • Kein EU-Hoster führt das Modell, bei OpenRouter gibt es eine kostenlose Fassung ohne EU-Routing. Der DSGVO-konforme Betrieb läuft über eigene Hardware
  • Als Serving-Weg nennt die Modellkarte SGLang auf einer B300 oder H200, Transformers-Code fehlt noch. Ein Nutzer meldet, dass Werkzeugaufrufe ohne die Laufzeit rec von Recursive häufiger fehlschlagen, 41 von 85 in OpenCode mit einer 3-Bit-Fassung. Eine Antwort von Recursive steht dort noch aus

Quelle: Offizielle HF-Modellkarte RecursiveSI/flint samt config.json, quantisierte Fassungen von Recursive und Unsloth, Blog von Recursive vom 21.10.2026 und Berichte von SiliconANGLE und tech.eu zur Finanzierung, Mai und Oktober 2026. EU-Hoster an den Katalogen der Hoster aus unserer Hostertabelle geprüft am 21.10.2026. Diskussionen auf Hugging Face und OpenRouter-Seite am 24.10.2026 durchgesehen, eine unabhängige Messung gibt es weiter nicht · Stand der Recherche 1. November 2026 · Leistung aus dem Intelligenz-Index von Artificial Analysis, die übrige Bewertung von neuost