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Coding & Dev

Devin
im Test.

Devin von Cognition ist ein autonomer KI-Entwickler, der Aufgaben eigenständig plant, umsetzt und testet. Wo Cursor oder GitHub Copilot auf die nächste Anweisung warten, arbeitet Devin mit eigenem Browser, Terminal und Editor in einer isolierten Umgebung weiter. Seit Juni 2026 gehört Devin Desktop dazu, der Nachfolger des Editors Windsurf, und seit Juli 2026 läuft die Ausführung einer Sitzung auf Wunsch auf eigenen Rechnern.

3,0 von 5

Stand 3. August 2026

Preismodell Freemium, Kostenloser Tarif / Pro rund 17 Euro im Monat / Max rund 172 Euro im Monat / Teams ab rund 69 Euro im Monat plus rund 34 Euro je Vollplatz
Betriebsort Cloud
DSGVO im Einzelfall zu prüfen
Quelloffen nein

Wer eine Aufgabe delegieren will, ohne jeden Schritt vorzugeben, stößt bei klassischen Code-Assistenten schnell an Grenzen. Devin nimmt eine Anforderung entgegen und arbeitet sie eigenständig ab, mit Recherche, Implementierung, Tests und Fehlersuche, ohne dass du dabei bleiben musst. Wie weit das trägt, hängt stark davon ab, wie genau die Aufgabe beschrieben ist.

Wichtigste Funktionen

  • Autonome Aufgabenabwicklung: Devin bekommt eine Anforderung und übernimmt den weiteren Ablauf. Er liest Dokumentationen, schreibt Code, installiert Abhängigkeiten und führt Tests aus. Du kannst den Fortschritt in Echtzeit verfolgen, musst aber nicht eingreifen.
  • Arbeitsumgebung in der Cloud oder auf eigenen Rechnern: Standardmäßig arbeitet Devin in einer isolierten Umgebung mit eigenem Linux-Desktop, Browser, Terminal und Code-Editor. Seit dem 21. Juli 2026 verlagert Devin Outposts diese Ausführung auf eure eigene Hardware, etwa eine virtuelle Maschine im Firmennetz, einen Kubernetes-Cluster oder einen Mac mini. Die Rechner brauchen dafür nur eine ausgehende HTTPS-Verbindung, keine offenen Ports und keinen VPN-Tunnel.
  • Devin Desktop: Seit dem 2. Juni 2026 ist Devin Desktop der Nachfolger des Editors Windsurf, den Cognition im Juli 2025 übernommen hat. Die Oberfläche ist um die Verwaltung mehrerer Agenten herum gebaut. Lokale und Cloud-Agenten laufen nebeneinander, und über sogenannte Spaces teilen sie sich den Kontext einer Aufgabe.
  • Eigene Modelle und Modellwechsel im Lauf: Mit SWE-1.7 (8. Juli 2026) trainiert Cognition ein eigenes Coding-Modell, das über die Cerebras-Hardware mit rund 1.000 Tokens pro Sekunde antwortet. Devin Fusion verteilt eine Sitzung zusätzlich auf ein starkes und ein günstiges Modell und senkt die Kosten laut Cognition um 35 %.
  • Devin Review mit Autofix: Devin prüft den erzeugten Code, erkennt Probleme und behebt sie noch vor dem Pull Request. Bei klar definierten Aufgaben musst du danach weniger selbst nachprüfen.
  • End-to-End-Tests per Bildschirmsteuerung: Seit Devin 2.2 (Februar 2026) startet Devin eine Anwendung, bedient sie über den Bildschirm und dokumentiert das Ergebnis als Bildschirmaufzeichnung. Das hilft bei Oberflächentests und Akzeptanzkriterien.

Preise und Tarife

Cognition hat die Abrechnung im April 2026 umgestellt. Die früheren Tarife Core und Team mit Abrechnung je Agent Compute Unit entfallen, an ihre Stelle sind 4 online buchbare Tarife mit enthaltenem Nutzungskontingent getreten. Der kostenlose Tarif erlaubt eine begrenzte Nutzung und den Zugriff auf Devin Review und DeepWiki.

Pro kostet rund 17 Euro im Monat (20 US-Dollar) und enthält ein Kontingent, das sich täglich und wöchentlich auffüllt und für Sitzungen, Kommandozeile und Desktop zusammen gilt. Max liegt bei rund 172 Euro im Monat (200 US-Dollar) und hebt nur die Wochengrenze an, eine Tagesgrenze gibt es dort nicht. Teams startet bei rund 69 Euro im Monat (80 US-Dollar). Ein Vollplatz kostet darin rund 34 Euro (40 US-Dollar) und bringt dasselbe Kontingent wie Pro mit, Gelegenheitsnutzer bekommen kostenlose Flex-Plätze ohne Desktop-Zugang, die aus dem gemeinsamen Guthaben ziehen.

Wer über sein Kontingent hinausarbeitet, zahlt aus einem Guthaben nach, das nicht verfällt. Unternehmenskunden bekommen einen individuellen Vertrag mit Betrieb in einer abgeschotteten eigenen Cloud-Umgebung (VPC), Single Sign-on und dediziertem Support. Cognition weist alle Beträge ohne Umsatzsteuer aus, auf einer deutschen Rechnung kommt sie noch dazu.

Für wen ist Devin geeignet?

  • Entwickler mit klar abgrenzbaren Aufgaben: Für gut definierte Tickets, zum Beispiel “Baue eine CSV-Export-Funktion für dieses Datenmodell”, arbeitet Devin zuverlässig. Offene Entwicklungsaufgaben ohne klare Spezifikation führen häufiger zu Korrekturbedarf.
  • Teams, die Routineaufgaben auslagern wollen: Wer regelmäßig ähnliche Aufgaben hat, etwa Datenbankmigrationen, API-Integrationen oder das Erweitern von Test-Suiten, kann Devin als zusätzliche Kapazität einsetzen und sich auf Architektur und Kernlogik konzentrieren.
  • Entwicklungsteams mit internen Systemen im eigenen Netz: Über Outposts läuft die Sitzung auf einer Maschine im Firmennetz und erreicht von dort interne Dienste, Testdatenbanken oder bestimmte Hardware. Einen Zugang von außen muss dafür niemand öffnen.

DSGVO und Datenschutz

Cognition ist ein US-Unternehmen, und die Steuerung von Devin läuft in dessen Cloud, auch dann, wenn du mit Outposts die Ausführung auf eure eigene Hardware holst oder als Enterprise-Kunde eine abgeschottete Cloud-Umgebung nutzt. Einen ausgewiesenen EU-Standort für diese Steuerung dokumentiert Cognition nicht.

In den kostenpflichtigen Tarifen kannst du in den Datenkontrollen widersprechen, dass deine Eingaben zum Modelltraining genutzt werden, danach speichern auch die angebundenen Modellanbieter nichts mehr. Ohne diesen Widerspruch ist die Nutzung zum Training der Standard. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag liegt öffentlich vor, und Cognition ist nach SOC 2 Typ II zertifiziert.

Für Projekte mit Mandantendaten, Gesundheitsdaten oder anderem Personenbezug reicht das nicht, weil der Verarbeitungsort offen bleibt. Wir stufen Devin deshalb als nicht DSGVO-konform ein. Outposts verbessert die Lage immerhin spürbar, weil Befehle, Dateiänderungen und Repository-Zugriffe auf eurer eigenen Hardware ausgeführt werden. Das Modell arbeitet weiter in der Cognition-Cloud und bekommt die Dateiinhalte zu sehen, die es für eine Aufgabe braucht.

Alternativen zu Devin

  • OpenHands: Open-Source-Alternative für autonome Coding-Agenten, selbst hostbar und damit datenschutzfreundlicher.
  • Cursor: KI-Code-Editor mit Agent-Modus, der bei komplexen Aufgaben gut unterstützt, aber nicht vollständig autonom arbeitet.
  • OpenCode: Open-Source-Coding-Agent für die Kommandozeile mit Unterstützung für über 75 Modellanbieter, kostenlos und lokal ausführbar.

Wofür Devin taugt

  • Führt Aufgaben eigenständig mit Browser, Terminal und Editor aus
  • Devin Outposts führt Sitzungen auf eigenen Rechnern im Firmennetz aus
  • Pro-Tarif mit enthaltenem Nutzungskontingent statt Abrechnung je Arbeitseinheit
  • Devin Review prüft den erzeugten Code und behebt Fehler vor dem Merge

Wo es hakt

  • Erfolgsquote bei komplexen Aufgaben bleibt begrenzt
  • Kontingente sind nach Modellklasse gestaffelt, Mehrverbrauch kostet zusätzlich
  • Planung und Modellaufrufe laufen immer in der Cognition-Cloud, kein vollständiger Betrieb auf dem eigenen Server
  • Ergebnisse erfordern sorgfältige Überprüfung

Wofür es eingesetzt wird

Autonome Entwicklung neuer Funktionen · Bug-Fixes ohne ständige Anleitung · End-to-End-Tests per Bildschirmsteuerung · Code-Review mit automatischer Fehlerbehebung