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Alle Modelle im Vergleich

Platz 2 im Vergleich

DeepSeek V4.1 Flash

DeepSeek · China · veröffentlicht 10. September 2026

93 % Gesamtbewertung

Das erste DeepSeek-Modell, das Bilder versteht, am 10. September 2026 unter MIT freigegeben. Nach den Zahlen des Herstellers liegt es bei Terminal-Bench 2.1 mit 90,6 vor der rund 3-mal so großen Pro-Variante und vor Claude Opus 5. Eine unabhängige Messung steht noch aus. Die 510 GB Gewichte verlangen einen Server mit 8 Grafikkarten.

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Bewertung im Detail

Gesamtnote aus 3 gewichteten Dimensionen. Wie wir bewerten

Leistung (55 %) 96 %
DSGVO- und EU-Eignung (30 %) 84 %
Lizenz-Offenheit (15 %) 100 %

Fähigkeitsprofil

Wo DeepSeek V4.1 Flash stark ist, über 6 Säulen auf einer Skala von 0 bis 100. Die gestrichelte Linie ist der Median aller 25 Modelle im Vergleich. Wie die Säulen entstehen

Coding 97 Mathe & Logik 95 Wissen 86 Deutsch 82* Agentik 98 Kontext 92*
DeepSeek V4.1 Flash Median aller Modelle * redaktionelle Einschätzung (kein belegter Benchmark)
Fähigkeitsprofil von DeepSeek V4.1 Flash, Werte von 0 bis 100
SäuleWertGrundlage
Programmierung97benchmarkbelegt
Mathematik & Logik95benchmarkbelegt
Wissen86benchmarkbelegt
Deutsch & Sprache82redaktionelle Einschätzung
Agentik & Werkzeuge98benchmarkbelegt
Langer Kontext92redaktionelle Einschätzung
Agentik & Werkzeuge 98
Werkzeuge selbständig aufrufen und mehrstufige Abläufe steuern
Programmierung 97
Code schreiben und debuggen, ganze Repositories über viele Schritte bearbeiten
Mathematik & Logik 95
mehrstufiges Rechnen und logisches Schließen mit prüfbarer Lösung
Langer Kontext · Einschätzung 92
nutzbare Leistung über sehr lange Eingaben, nicht nur die Fenstergröße
Wissen 86
Fach- und Allgemeinwissen über viele Domänen hinweg
Deutsch & Sprache · Einschätzung 82
Sprachverständnis und Mehrsprachigkeit, mit Blick auf Deutsch

Stärkste Säule: Agentik & Werkzeuge. Belegte Werte stammen aus den dokumentierten Benchmarks unten (baseline-korrigiert normalisiert), mit "Einschätzung" markierte Säulen sind eine redaktionelle Einordnung, weil kein vergleichbarer Benchmark vorlag. Details zur Methodik stehen auf der Übersichtsseite.

Steckbrief

Architektur
Mixture-of-Experts
Parameter
552 Mrd. gesamt, 8 bis 16 Mrd. aktiv je Token
Kontextfenster
1 Mio. TokenAus der config.json belegt (max_position_embeddings 1.048.576), per YaRN um den Faktor 16 aus einem Basisfenster von 65.536 Token erweitert. Der Zwischenspeicher je Token ist laut Modellkarte mit 890 Byte rund ein Viertel so groß wie bei V4 Flash, lange Eingaben brauchen also deutlich weniger Grafikspeicher.
Lizenz
MIT
Eingabe
Text, Bild
Lokaler Betrieb
Server mit 8 GPUs (H200/B200), die Gewichte belegen 510 GB
Bei EU-Hostern
SeltenKein EU-Hoster bestätigt. HostYourAI (Niederlande) führt nur den Vorgänger V4 Flash in der Preview-Fassung vom April 2026. Der DSGVO-konforme Betrieb läuft über eigene Hardware
Cloud-API (Richtwert)
0,26 € Eingabe / 1,03 € Ausgabe je Mio. TokenDeepSeek-API zur Hauptzeit, sonst die Hälfte, Richtwert, umgerechnet aus USD

Die 552 Mrd. nennt die offizielle Modellkarte für das Sprachmodell selbst. Es besteht aus einem 20-schichtigen Encoder für die Eingabe und einem 20-schichtigen Decoder für die Antwort. Beim Lesen rechnen 8 Mrd. Parameter je Token mit, beim Schreiben 16 Mrd. Die Architektur mit 6 von 384 Experten je Token plus einem geteilten Experten ist aus der config.json belegt. Dazu kommt ein Nachschlagespeicher (Engram) mit 196 Mrd. Parametern, der laut Modellkarte nur bei Bedarf gelesen wird.

Benchmarks

Die folgenden Werte sind Hersteller-Angaben. Eine unabhängige Verifikation lag zum Stand dieser Seite nicht vor.

90,6 Terminal-Bench 2.1
74,2 DeepSWE v1.1
90,9 GPQA Diamond
54,8 AutomationBench

DeepSeek V4.1 Flash ist am 10. September 2026 erschienen und ersetzt DeepSeek V4 Flash, den DeepSeek am selben Tag aus seiner API genommen hat. Anders als die Nachtrainings des Vorgängers ist es ein neu gebautes Modell. Das Mixture-of-Experts-Modell hat 552 Milliarden Parameter, teilt sich aber in einen Encoder für die Eingabe und einen Decoder für die Antwort. Beim Lesen rechnen deshalb nur 8 Milliarden Parameter je Token mit, beim Schreiben 16 Milliarden. Der Zwischenspeicher für lange Eingaben schrumpft laut Modellkarte auf 890 Byte je Token, ein Viertel des Vorgängers. Wer dem Modell ganze Aktenordner oder Code-Verzeichnisse vorlegt, braucht dafür entsprechend weniger Grafikspeicher. Trainiert wurde es von Anfang an auf Text und Bildern, mit 45 Billionen Token. Als erstes DeepSeek-Modell versteht es Fotos, Diagramme und gescannte Dokumente. Bei DocVQA, einem Test mit Fragen zu gescannten Formularen und Rechnungen, meldet der Hersteller 95,6.

Die Benchmarks stammen sämtlich vom Hersteller, Artificial Analysis hatte das Modell am 10. September 2026 noch nicht gemessen. In der Vergleichstabelle der Modellkarte erreicht V4.1 Flash bei Terminal-Bench 2.1 90,6 und bei DeepSWE v1.1 74,2. Claude Opus 5 steht dort mit 89,1 und 74,0, das rund 3-mal so große DeepSeek V4 Pro mit 87,9 und 62,7. Bei den neueren, härteren Fassungen derselben Tests liegt Claude Opus 5 vorn, bei Terminal-Bench 3.0 mit 43,3 gegenüber 30,0. Bei Wissensfragen ohne Werkzeuge bleibt das Pro-Modell vorn, im Test Humanity's Last Exam mit 42,7 gegenüber 36,8. Für die Deutsch-Säule liegt kein Wert vor, im mehrsprachigen Rechentest MGSM fällt das Basismodell mit 80,2 hinter den Vorgänger mit 85,7 zurück.

Im Eigenbetrieb verlangt V4.1 Flash einen Server. Die Gewichte liegen nativ in FP8 mit FP4-Experten vor und belegen 510 GB, darin ein Nachschlagespeicher (Engram) mit 196 Milliarden Parametern, der laut Modellkarte nur bei Bedarf gelesen wird. Die Referenz-Implementierung des Herstellers rechnet auf 8 Grafikkarten und ist nach seinen eigenen Worten kein Produktionsserver. Ein europäischer Hoster führt das Modell noch nicht, HostYourAI in den Niederlanden hat bisher nur die Preview-Fassung von V4 Flash aus dem April 2026 im Angebot. Über die DeepSeek-API kostet 1 Million Token zur Hauptzeit 0,26 Euro in der Eingabe und 1,03 Euro in der Ausgabe, außerhalb davon die Hälfte. Als Hauptzeit gelten werktags 01:00 bis 04:00 und 06:00 bis 10:00 UTC, also der deutsche Vormittag. Ab dem 14. September 2026 leitet DeepSeek auch Anfragen an das Pro-Modell auf V4.1 Flash um. Audio und Video verarbeitet das Modell nicht.

Wofür es taugt

  • Nach Herstellerangaben 90,6 bei Terminal-Bench 2.1 und 74,2 bei DeepSWE v1.1, in beiden Tests vor Claude Opus 5 und dem eigenen V4 Pro
  • Versteht als erstes DeepSeek-Modell Bilder, mit 95,6 bei DocVQA und 56,5 bei MMMU-Pro
  • MIT-Lizenz, offene Gewichte ohne Zugangssperre, Kontextfenster von 1 Mio. Token
  • Sparsam beim Lesen langer Eingaben, 8 Mrd. aktive Parameter und ein Zwischenspeicher von 890 Byte je Token, ein Viertel des Vorgängers

Wo es hakt

  • Alle Benchmarks stammen vom Hersteller, Artificial Analysis hat das Modell noch nicht gemessen
  • Bei den neueren, härteren Programmier-Suiten liegt es zurück, 30,0 gegenüber 43,3 für Claude Opus 5 bei Terminal-Bench 3.0
  • Kein EU-Hoster führt das Modell, ohne eigene Hardware führt der Weg über die DeepSeek-API in China
  • Die 510 GB Gewichte verlangen einen Server mit 8 Grafikkarten, der Hersteller liefert dafür nur eine Referenz-Implementierung und keinen Produktionsserver
  • Verarbeitet kein Audio und kein Video

Quelle: Offizielle HF-Modellkarte deepseek-ai/DeepSeek-V4.1-Flash samt config.json, Preisliste und Änderungsprotokoll der DeepSeek-API, September 2026 · Stand der Recherche 16. September 2026 · die Bewertung ist eine redaktionelle Einschätzung von neuost