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Hosting & Cloud

Regolo.ai
im Test.

Regolo.ai ist die Inferenz-Plattform des italienischen Hosters Seeweb. Über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle stehen 11 Sprachmodelle bereit, dazu Einbettung, Reranking, Spracherkennung und Texterkennung. Wer die Modelle selbst betreiben will, mietet bei demselben Anbieter Server mit Grafikkarte stundenweise.

4,0 von 5

Stand 20. Oktober 2026

Zum Anbieter
Preismodell Kostenpflichtig, Kostenpflichtige Sprachmodelle je Million Token 0,07 bis 2,00 Euro Eingabe, Pauschalen ab 39 Euro im Monat, Grafikkarten ab 0,29 Euro je Stunde
Betriebsort Cloud
DSGVO ohne weitere Auflagen einsetzbar
Quelloffen nein

Seeweb betreibt seit Ende der 1990er Jahre Rechenzentren in Italien und gehört zur Gruppe DHH. Mit Regolo.ai bietet der Hoster seit August 2025 offene Sprachmodelle auf der eigenen GPU-Cloud an. Damit gibt es neben den französischen und deutschen Anbietern einen weiteren Hoster, bei dem Vertragspartner, Rechenzentrum und Grafikkarten in einer Hand liegen.

Wichtigste Funktionen

  • Über die Schnittstelle laufen 11 Sprachmodelle, darunter GLM 5.2, Qwen 3.8 27B, Gemma 4 31B, Mistral Small 4 mit 119 Mrd. Parametern, GPT-OSS 120B und das Schweizer Modell Apertus 70B. Kleine Modelle wie Qwen 3.5 9B decken einfache Aufgaben zu einem Bruchteil des Preises ab.
  • Für die Suche in eigenen Dokumenten stehen Qwen3 Embedding 8B und Qwen3 Reranker 4B bereit. Gesprochenes schreibt faster-whisper-large-v3 mit, eingescannte Seiten liest DeepSeek OCR 2.
  • Die Schnittstelle folgt dem Format von OpenAI. Eine bestehende Anwendung wechselt über Basis-Adresse und Schlüssel.
  • Server mit Grafikkarte mietet man bei Regolo stundenweise, von einer RTX 6000 mit 24 GB bis zu 4 H200 mit zusammen 564 GB Grafikspeicher. Damit lässt sich ein Modell betreiben, das nicht im Katalog steht.

Preise und Tarife

Abgerechnet wird je Million Token in Euro oder über eine Monatspauschale. Qwen 3.5 9B kostet 0,07 Euro Eingabe und 0,35 Euro Ausgabe, Qwen 3.8 27B 0,50 und 2,10 Euro, GPT-OSS 120B 1,00 und 4,20 Euro. Am oberen Ende steht GLM 5.2 mit 2,00 und 5,20 Euro. Zum 1. November hat Regolo neue Preise angekündigt, einige Modelle werden günstiger und andere teurer.

Die Pauschalen beginnen mit Core für 39 Euro im Monat und bis zu 20 Mio. Token am Tag. Boost kostet 89 Euro, Pro 169 Euro und Scale 319 Euro, jeweils mit höherem Kontingent. Einbettung, Reranking, Spracherkennung und Texterkennung sind in den Pauschalen nicht enthalten und werden je Anfrage oder Sekunde abgerechnet.

Eine Grafikkarte kostet je Stunde ab 0,29 Euro für die RTX 6000, 0,99 Euro für die A100, 1,89 Euro für die H100 und 2,60 Euro für die H200. Alle Beträge sind netto, die Umsatzsteuer kommt hinzu.

Für wen ist Regolo.ai geeignet?

Firmen mit gleichmäßiger Nutzung, etwa einem internen Assistenten für das ganze Team, kommen mit einer Monatspauschale auf feste Kosten. Bei der Abrechnung je Token schwankt die Rechnung mit jedem Monat.

Entwicklungsteams, die eine Suche in eigenen Dokumenten bauen, bekommen Sprachmodell, Einbettung und Reranking von einem Anbieter mit einem Vertrag. Weitere Unterauftragnehmer für die einzelnen Bausteine entfallen.

Wer ein Modell braucht, das kein Hoster führt, mietet bei Regolo die passende Grafikkarte. Schnittstelle und eigener Betrieb laufen dann im selben Konto.

DSGVO und Datenschutz

Vertragspartner ist die Seeweb S.r.l. in Italien. Die Rechenzentren liegen nach Angabe des Anbieters in der Provinz Frosinone in Latium und in der Lombardei, beide betreibt Seeweb. Der Vertrag zur Auftragsverarbeitung ist Teil der Geschäftsbedingungen und ohne Anmeldung lesbar.

Regolo sagt zu, Eingaben und Antworten nicht zu speichern. Dafür verweist der Anbieter auf ein eigenes Zertifikat zur Zero Data Retention. Eine ausdrückliche Aussage zum Training mit Kundendaten steht auf der Preisseite nicht. Als Nachweise nennt der Anbieter ISO 27001, 27017 und 27018, ISO 22301 für den Notfallbetrieb, CSA STAR Level 1 und die Qualifizierung durch die italienische Cybersicherheitsbehörde ACN.

Für die üblichen Anforderungen an Auftragsverarbeitung und EU-Verarbeitung reicht der Stand. Wer das Training ausschließen muss, lässt es sich vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen.

Alternativen zu Regolo.ai

  • Scaleway bietet ebenfalls Schnittstelle und Grafikkarten aus einer Hand, mit größerem Modellkatalog und Rechenzentrum in Paris.
  • Entrim betreibt die Grafikkarten im eigenen Rechenzentrum in Slowenien und vermietet dort auch ganze Server.
  • IONOS AI Model Hub passt, wenn das Rechenzentrum in Deutschland stehen soll und ein Testat nach BSI C5 verlangt ist.

Was Regolo.ai gut kann

  • Rechenzentren von Seeweb in Latium und der Lombardei, Seeweb ist seit 1998 als Hoster eingetragen
  • ISO 27001, 27017 und 27018 sowie CSA STAR Level 1 laut Anbieter
  • Schnittstelle und Server mit Grafikkarte aus einer Hand
  • Monatspauschalen mit festem Tageskontingent machen die Kosten planbar
  • 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte

Wo es hakt

  • Zum 1. November sind neue Preise angekündigt, einzelne Modelle werden teurer
  • Kleinerer Modellkatalog als bei Scaleway oder TensorX, ohne Sprachmodelle von DeepSeek und Kimi
  • Ob Eingaben fürs Training genutzt werden, sagt die Preisseite nicht, nur die Zusage, nichts zu speichern

Wofür es eingesetzt wird

Offene Modelle per API nutzen, ohne eigene Grafikkarten zu betreiben · Feste Monatskosten statt Abrechnung je Token · Suche in eigenen Dokumenten mit Einbettung und Reranking vom selben Anbieter · Ein Modell auf gemieteten Grafikkarten selbst betreiben