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Hosting & Cloud

LLMBase
im Test.

LLMBase ist ein Angebot der Eyloo GmbH aus Montabaur, das große Open-Weight-Modelle wie Kimi K3, GLM 5.3 Flash, DeepSeek V4 und Qwen über eine OpenAI-kompatible API erreichbar macht. Die Inferenz-API führt ausschließlich offene Modelle, die der Anbieter nach eigenen Angaben selbst in europäischen Rechenzentren betreibt. Die proprietären Modelle von OpenAI, Anthropic und Google in der Chat-Oberfläche stellt LLMBase am 26.10.2026 ein.

3,5 von 5

Stand 20. Oktober 2026

Zum Anbieter
Preismodell Freemium, API nach Verbrauch ab 0,18 US-Dollar je Mio. Input-Tokens, Chat kostenlos bis 199 US-Dollar im Monat, dedizierte Kapazität ab 2.690 Euro im Monat, alle Beträge netto
Betriebsort Cloud
DSGVO im Einzelfall zu prüfen
Quelloffen nein

Wer Kimi K3 oder DeepSeek V4 Pro in einer eigenen Anwendung nutzen will, landet schnell bei OpenRouter oder direkt bei den chinesischen Anbietern. LLMBase ist einer der wenigen Wege, dieselben Modelle über eine deutsche Firma und Rechenzentren in Europa zu beziehen. Das kostet einen Aufschlag. Für DeepSeek V4 Pro verlangt LLMBase 1,55 Euro je Million Input-Tokens, OpenRouter vermittelt dasselbe Modell für 0,37 Euro.

Wichtigste Funktionen

  • Inferenz-API mit 10 offenen Modellen: Im Katalog stehen Kimi K3, Kimi K2.7 Code und Kimi K2.6, GLM 5.3 Flash, DeepSeek V4 Pro und V4.1 Flash, MiniMax M3, Qwen3.8 27B, gpt-oss-120b und ein Embedding-Modell für die Suche in eigenen Texten. Am 26.09.2026 hat LLMBase 7 weitere Modelle aus dem Angebot genommen: GLM 5.2, DeepSeek V4 Flash, Qwen 3.5 397B, Qwen 3.6 35B, das Vision-Modell von Qwen, gpt-oss-20b und das Bildmodell FLUX 2 Klein, für das die API keinen Ersatz anbietet. Llama 4 und Mistral Small, die früher im Angebot waren, führt der Katalog nicht mehr.
  • Preise je Modell öffentlich dokumentiert: Unter llmbase.ai/docs/inference/models/ steht zu jedem Modell der Preis je Million Input- und Output-Tokens, dazu ein günstigerer Satz für wiederholte Prompts aus dem Cache. Am teuersten ist Kimi K3 mit 3,44 Euro je Million Input-Tokens.
  • Agenten über ein Monatsabo abrechnen: Coding-Agenten wie OpenClaw und Hermes bindest du über einen eigenen Schlüsseltyp an, die Nutzung rechnet LLMBase dann über das Pro-Abo ab. Bei täglichem Einsatz bleibt es bei 19 US-Dollar im Monat, der Betrag steht vorher fest.
  • Chat-Oberfläche: Dazu gehören Websuche, Datei-Upload, PDF-Export, Arbeitsbereiche und Anbindungen an Gmail und Google Kalender. Die proprietären Modelle von OpenAI, Anthropic und Google nimmt LLMBase am 26.10.2026 aus dem Chat, danach bleiben dort die offenen Modelle.
  • Dedizierte Kapazität mit Betrieb: Für gleichmäßige Last betreibt LLMBase ein Modell auf reservierter Hardware in Deutschland, mit 99,5 % zugesagter Verfügbarkeit. Die Pakete reichen von S bis XL, gegen Aufpreis steigt die Zusage auf 99,9 oder 99,95 %. Die Grafikkarten selbst vermietet LLMBase nicht, es bleibt bei einem verwalteten Endpunkt.

Preise und Tarife

Die API läuft über vorab geladenes Guthaben in US-Dollar, LLMBase rechnet je Modell nach tatsächlichem Verbrauch ab. Am teuersten ist Kimi K3 mit 3,44 Euro (4,00 USD) je Million Input- und 15,48 Euro je Million Output-Tokens. DeepSeek V4 Pro kostet 1,55 und 3,10 Euro, MiniMax M3 rund 0,43 und 1,63 Euro. Für wiederholte lange Prompts gilt ein günstigerer Cache-Satz. Auf Anfrage rechnet LLMBase alle Anfragen in Deutschland, dann mit 20 % Aufschlag auf alle Token-Preise.

Bei OpenRouter kostet DeepSeek V4 Pro nur 0,37 Euro Input und 0,75 Euro Output. Über LLMBase zahlst du dafür etwa das Vierfache. OpenRouter vermittelt allerdings an den jeweils günstigsten Anbieter weltweit, der Rechenort ist dort nicht festgelegt.

Die Chat-Oberfläche hat einen kostenlosen Einstieg mit kleinen Modellen. Pro kostet 19 US-Dollar im Monat, Expert 99 und Max 199 US-Dollar, jeweils mit größerem Nutzungsbudget statt eines festen Anfragekontingents. Die dedizierte Kapazität kostet im Paket S 2.690 Euro im Monat und einmalig 1.490 Euro für die Einrichtung, M 4.190 Euro, L 13.690 Euro und XL 26.390 Euro. Die höhere Verfügbarkeitszusage kostet 2.490 oder 5.990 Euro zusätzlich im Monat.

Alle genannten Beträge sind Nettopreise. Die Zahlung läuft über Stripe, das die Umsatzsteuer beim Kauf aufschlägt und die Rechnung ausstellt.

Für wen ist LLMBase geeignet?

  • Entwicklungsteams mit Bedarf an offenen Frontier-Modellen: Kimi K3, GLM 5.3 Flash und DeepSeek V4 beziehst du hier über einen deutschen Vertragspartner, ohne eigenes Konto bei Moonshot, Z.ai oder DeepSeek. Eine bestehende OpenAI-Integration braucht dafür nur eine neue Basis-URL und einen neuen Schlüssel.
  • Teams, die einen Coding-Agenten dauerhaft laufen lassen: Wer OpenClaw oder Hermes täglich nutzt, zahlt mit dem Pro-Abo 19 US-Dollar im Monat statt eines schwankenden Token-Betrags. Bei Kimi K3 ist dieser Betrag nach rund 1,06 Millionen Output-Tokens erreicht, ein aktiver Agent kommt schnell dorthin.
  • Firmen mit gleichmäßig hoher Last: Wer ein Modell den ganzen Tag nutzt, etwa für die Auswertung eingehender Dokumente, bekommt mit der dedizierten Kapazität einen Festpreis, einen Standort in Deutschland und eine Verfügbarkeitszusage. Die Einrichtung und den Betrieb übernimmt LLMBase.

DSGVO und Datenschutz

Vertragspartner ist die Eyloo GmbH, Im Hemchen 20 in 56410 Montabaur, eingetragen beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 28282, vertreten durch Marius Bolik. Die Datenschutzerklärung nennt als Unterauftragnehmer für Infrastruktur und Inferenz die Hetzner Online GmbH mit Rechenzentren in Deutschland und Finnland und Nebius mit Rechenzentren in Finnland und Paris. Die Seite zur Inferenz-API führt Deutschland und Finnland als aktive Standorte und sagt, dass alle Modelle der API in EU-Rechenzentren laufen. Die Rechenzentren bezeichnet LLMBase als nach ISO 27001 zertifiziert, ein eigenes Zertifikat der Eyloo GmbH nennt die Seite nicht.

LLMBase verwendet Eingaben nicht zum Training, weder Prompts noch Dateien, Ausgaben oder API-Inhalte. Für die Inferenz-API gilt nach den häufigen Fragen Zero Data Retention. Für die selbst betriebenen Modelle sagt die Datenschutzerklärung zu, dass der Anbieter die Anfrage nach der Antwort nicht aufbewahrt, sofern du keine Chat-Historie oder Ablage im Arbeitsbereich wählst. Betrieb auf dem eigenen Server ist nicht vorgesehen, LLMBase ist eine reine Cloud.

In den häufigen Fragen auf der Preisseite steht, der Verarbeitungsort der Modelle sei immer die EU, mit Rechenzentren in Deutschland und Finnland. Die Seite zur Inferenz-API nennt das Angebot ebenfalls “DSGVO-konform in der EU”, schränkt an anderer Stelle aber ein, dass die Modellverarbeitung davon abweichen kann.

Dazu kommt, dass der Auftragsverarbeitungsvertrag nicht öffentlich einsehbar ist. Er liegt nur Geschäftskunden vor. Die Unterauftragnehmer für Infrastruktur und Inferenz nennt dagegen die Datenschutzerklärung. Mit dem Ende der proprietären Modelle im Chat am 26.10.2026 entfallen die Wege zu OpenAI, Anthropic und Google.

Für interne Texte, Code und Recherche über die Inferenz-API ist LLMBase eine brauchbare europäische Adresse mit deutschem Vertragspartner. Bei Personaldaten, Mandanteninhalten oder Gesundheitsdaten lässt du dir vor dem Einsatz den Auftragsverarbeitungsvertrag samt Unterauftragnehmerliste geben und klärst schriftlich, in welchem Land das von dir gewählte Modell gerechnet wird.

Alternativen zu LLMBase

  • TensorX: Irisches Team mit Rechenzentren in Dublin und Helsinki, ebenfalls offene Frontier-Modelle über eine OpenAI-kompatible API und meist günstiger pro Token. Dafür fehlen ein deutscher Vertragspartner und eine Chat-Oberfläche.
  • IONOS AI Model Hub: Deutscher Cloud-Anbieter mit OpenAI-kompatibler API und Testat nach BSI C5. Das Modellangebot ist kleiner und reicht nicht an Kimi K3 heran.
  • Hetzner: GPU-Server in Falkenstein und Helsinki zur eigenen Verwaltung. Deutlich günstiger je Rechenstunde, dafür setzt du Modell-Server und Schnittstelle selbst auf, und für ein Modell der Größe von Kimi K3 brauchst du mehrere H100.

Was LLMBase gut kann

  • Inferenz-API führt nur offene Modelle, die LLMBase nach eigenen Angaben selbst in Europa betreibt
  • Kimi K3, GLM 5.3 Flash, DeepSeek V4 und MiniMax M3 ohne Umweg über einen US-Vermittler
  • Deutscher Vertragspartner Eyloo GmbH, Eingaben werden nicht zum Training genutzt
  • OpenAI-kompatibel, der Umstieg braucht nur Basis-URL und neuen Schlüssel
  • Rechenzentren und Betreiber in der Datenschutzerklärung benannt, Hetzner und Nebius

Wo es hakt

  • Der Anbieter schreibt selbst, dass der Verarbeitungsort je nach Modell abweichen kann
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nur für Geschäftskunden, nicht öffentlich einsehbar
  • Token-Preise über denen von OpenRouter, bei DeepSeek V4 Pro das Vierfache
  • Die Modelle von OpenAI, Anthropic und Google verschwinden am 26.10.2026 aus dem Chat
  • Kein Betrieb auf dem eigenen Server, reine Cloud

Wofür es eingesetzt wird

Kimi K3, GLM 5.3 Flash und DeepSeek V4 per API aus Europa nutzen · Bestehende OpenAI-Integration auf offene Modelle umstellen · Coding-Agenten wie OpenClaw oder Hermes über ein Monatsabo betreiben · Ein Modell auf dedizierter Kapazität in Deutschland betreiben lassen